📍 Ort: Graz
🕔 Uhrzeit: etwa 17:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Norden
Auf den Bildern sind einzelne, auffallend glatte und linsenförmige Wolken zu
erkennen. Am wahrscheinlichsten handelt es sich um
Altocumulus. Aufgrund ihrer charakteristischen Form ist hier
auch die Unterform von Bedeutung: Die Wolken lassen sich als
Altocumulus lenticularis, also linsenförmige mittelhohe
Wolken, einordnen.
Besonders markant ist die scheinbar übereinandergeschichtete Struktur der
größeren Wolke. Solche Wolken werden wegen ihres glatten, länglichen Aussehens
gelegentlich mit fliegenden Untertassen verglichen. Anders als gewöhnliche
Quellwolken wachsen sie nicht sichtbar nach oben, sondern bleiben relativ
ortsfest, während die Luft durch sie hindurchströmt.
Wie entstehen diese Wolken?
Linsenwolken bilden sich häufig im Bereich von Gebirgen und Hügellandschaften.
Strömt ausreichend feuchte und stabil geschichtete Luft über ein Hindernis,
kann sie dahinter in wellenförmige Bewegungen geraten. Beim Aufsteigen kühlt
die Luft ab und Wasserdampf kondensiert; beim anschließenden Absinken löst sich
die Wolke wieder auf. Dadurch entsteht eine scheinbar unbewegliche Wolke an
einer bestimmten Stelle der atmosphärischen Welle.
Der Blick nach Norden in Richtung des Grazer Berglandes macht eine solche
orografisch beeinflusste Entstehung plausibel. Aus einem einzelnen Foto lässt
sich allerdings nicht sicher feststellen, über welchem konkreten Geländehindernis
die Luftströmung angeregt wurde.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Altocumulus lenticularis ist in erster Linie ein Hinweis auf
kräftigere und relativ gleichmäßige Luftströmungen in der Höhe.
Die Wolken selbst sind normalerweise kein unmittelbarer Vorbote von Regen oder
Gewittern. Der überwiegend blaue Himmel und das Fehlen mächtiger Quellwolken
sprechen zum Zeitpunkt der Aufnahme vielmehr für ruhiges und weitgehend
trockenes Wetter.
kurzfristig weiterhin überwiegend sonniges und trockenes Wetter,
in höheren Luftschichten möglicherweise deutlich stärkerer Wind,
über und im Lee von Bergen mögliche Wellenbewegungen und Turbulenz,
örtlich zeitweise auffrischender oder böiger Bodenwind.
Gegenüber den stärker ausgeprägten Cumuluswolken um die Mittagszeit hat die
Quellwolkenbildung bis 17:00 Uhr deutlich nachgelassen. Das deutet darauf hin,
dass die Luft trockener oder stabiler geworden ist und die zuvor vorhandene
Konvektion weitgehend zusammengebrochen ist.
📍 Ort: Graz
🕐 Uhrzeit: etwa 13:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen
Auf den Aufnahmen dominieren feine, faserige Cirruswolken.
Dabei handelt es sich um sehr hohe Wolken, die überwiegend aus Eiskristallen
bestehen. Sie erscheinen durchsichtig, federartig und teilweise zu langen,
geschwungenen Bändern ausgezogen.
Einige Strukturen lassen sich genauer als Cirrus fibratus
einordnen. Diese Unterform besteht aus langen, feinen Wolkenfasern ohne
deutlich ausgeprägte Haken oder Verdickungen. Stellenweise sind jedoch auch
leicht gebogene oder hakenförmige Enden erkennbar, die an
Cirrus uncinus erinnern.
Die nahezu gerade, längliche Wolkenspur auf der zweiten Aufnahme könnte
außerdem aus einem älteren Flugzeugkondensstreifen hervorgegangen sein.
Solche Kondensstreifen können sich bei ausreichend feuchter Höhenluft
verbreitern und schließlich kaum noch von natürlichen Cirruswolken
unterscheiden.
Wie entstehen Cirruswolken?
Cirruswolken bilden sich in großen Höhen, häufig oberhalb von acht Kilometern.
Dort herrschen sehr niedrige Temperaturen, weshalb die Wolken nicht aus
Wassertröpfchen, sondern hauptsächlich aus Eiskristallen bestehen. Starke
Höhenwinde ziehen diese Kristalle zu langen Fasern und Schleiern auseinander.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Einzelne Cirruswolken sind zunächst kein verlässliches Zeichen für eine
unmittelbar bevorstehende Wetterverschlechterung. Sie können bei stabilem
Wetter auftreten oder aus weit entfernten Wolkensystemen herangeweht werden.
Entscheidend ist daher ihre weitere Entwicklung.
Bleiben die Cirruswolken dünn und locker verteilt, ist kurzfristig meist
keine wesentliche Wetteränderung zu erwarten.
Nehmen sie von Westen her stetig zu und verdichten sich zu einem
geschlossenen Schleier, kann dies auf ein herannahendes Frontensystem
hindeuten.
Geht der Cirrus später in milchigen Cirrostratus und danach in dichtere
mittelhohe Bewölkung über, wird eine Wetterverschlechterung mit
Niederschlag wahrscheinlicher.
Die stark auseinandergezogenen Fasern zeigen eine kräftige Luftströmung in
der oberen Atmosphäre an.
Begleitende Cumuluswolken
Zuordnung:
Die kompakten, weißen Wolken am oberen und unteren Bildrand.
Neben den hohen Cirruswolken sind einzelne tiefere
Cumuluswolken erkennbar. Sie besitzen deutlich dichtere,
bauschige Strukturen und entstehen durch aufsteigende Warmluft in den
unteren Schichten der Atmosphäre.
Ihre Höhenentwicklung wirkt zum Zeitpunkt der Aufnahme mäßig. Aus den
sichtbaren Wolken lässt sich daher noch keine ausgeprägte Schauer- oder
Gewitterentwicklung ableiten. Erst ein rasches turmartiges Anwachsen würde
auf zunehmende Instabilität hindeuten.
📍 Ort: Graz
🕛 Uhrzeit: etwa 12:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen
Auf den Bildern sind überwiegend Cumuluswolken zu erkennen.
Dabei handelt es sich um typische Quellwolken mit relativ flacher, dunklerer
Unterseite und hellen, bauschigen Oberseiten. Einige Wolken zeigen bereits
eine mäßige Höhenentwicklung und können genauer als
Cumulus mediocris eingeordnet werden.
Die Wolken entstehen durch aufsteigende Warmluft. Der Boden wird von der Sonne
erwärmt, wodurch sich einzelne Luftpakete lösen und nach oben steigen. Beim
Abkühlen kondensiert der enthaltene Wasserdampf und bildet die sichtbaren
Quellwolken. Die deutlich voneinander getrennten Wolken und die großen blauen
Himmelsbereiche zeigen, dass noch keine geschlossene Wolkendecke vorhanden ist.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Solche Cumuluswolken sind zunächst ein Zeichen für eine gewöhnliche
tageszeitliche Konvektion. Sie deuten darauf hin, dass die Atmosphäre zumindest
in den unteren Luftschichten ausreichend feucht und instabil ist, damit
Warmluft aufsteigen kann.
Bleiben die Wolken flach oder lösen sie sich wieder auf, ist mit
freundlichem und weitgehend trockenem Wetter zu rechnen.
Wachsen die Wolken im Laufe des Nachmittags deutlich stärker in die Höhe,
können sich einzelne Schauer entwickeln.
Entstehen hoch aufragende, turmartige Wolken, wäre dies ein Hinweis auf
zunehmende Instabilität und eine mögliche spätere Gewitterentwicklung.
Da der Blick nach Westen und damit in Richtung der westlich von Graz gelegenen
Berg- und Hügellandschaften gerichtet ist, sollte besonders auf eine weitere
Höhenentwicklung der dortigen Wolken geachtet werden. Das Gelände kann
aufsteigende Luftbewegungen zusätzlich verstärken und die Bildung kräftigerer
Quellwolken begünstigen.
Wolkenanalyse: kräftige Quellwolke über Graz
📍 Ort: Graz
🕔 Uhrzeit: etwa 17:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Norden
Auf dem Bild ist eine ausgedehnte Cumuluswolke mit dunkler,
vergleichsweise ebener Unterseite und deutlich aufquellenden, helleren
Oberseiten zu erkennen. Die stärkere vertikale Entwicklung ist meteorologisch
relevant: Die Wolke befindet sich wahrscheinlich im Übergang zu einem
Cumulus congestus, einer mächtigen Quellwolke.
Solche Wolken entstehen, wenn warme und feuchte Luft kräftig aufsteigt. Beim
Aufstieg kühlt sie ab, Wasserdampf kondensiert und die Wolke wächst zunehmend
in die Höhe. Die dunkle Unterseite entsteht vor allem durch die größere
Mächtigkeit der Wolke, durch die nur noch wenig Sonnenlicht dringt.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Die kräftige Quellwolkenbildung zeigt, dass die Atmosphäre am späten Nachmittag
noch ausreichend feucht und instabil ist. Damit ist die Entwicklung noch nicht
abgeschlossen. Aus einer solchen Wolke können sich örtlich Schauer bilden;
bei weiterem starkem Höhenwachstum ist auch der Übergang zu einer
Gewitterwolke möglich.
örtlich einsetzende oder bereits vorhandene Regenschauer,
in Wolkennähe auffrischender und böiger Wind,
mögliche weitere Verstärkung der Wolke am späten Nachmittag,
bei starkem Höhenwachstum zunehmende Gewittergefahr.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist noch kein deutlich ausgeprägter Amboss zu
erkennen. Die Wolke kann daher nicht sicher als ausgewachsener
Cumulonimbus bezeichnet werden. Sie stellt jedoch eine
wesentlich aktivere Wolkenentwicklung dar als die zuvor sichtbaren
linsenförmigen Altocumuluswolken.
Worauf sollte weiter geachtet werden?
Entscheidend ist, ob die Wolke rasch weiter in die Höhe wächst. Scharf
abgegrenzte, immer neue türmende Oberseiten sprechen für anhaltenden starken
Aufwind. Wird die Oberseite dagegen unscharf, faserig oder breitet sie sich
seitlich zu einem Amboss aus, hat sich wahrscheinlich eine Gewitterwolke
entwickelt.
Wolkenanalyse: flache Cumuluswolken in einer Wolkenstraße
📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen
Auf der Aufnahme ist eine Reihe kleiner, flacher
Cumuluswolken zu erkennen. Aufgrund ihrer geringen
Höhenentwicklung handelt es sich wahrscheinlich um
Cumulus humilis, also typische flache Schönwetterwolken.
Auffällig ist ihre annähernd linienförmige Anordnung. Eine solche Struktur
wird als Wolkenstraße bezeichnet. Dabei entstehen die
Wolken entlang länglicher Bereiche aufsteigender Luft, während die Luft
zwischen diesen Reihen wieder absinkt.
Da die Wolken aus großer Entfernung aufgenommen wurden und teilweise
ineinander übergehen, ist auch ein Übergang zu lockerem
Stratocumulus denkbar. Die geringe vertikale Ausdehnung
bleibt jedoch das entscheidende Merkmal.
Wie entstehen diese Wolken?
Die morgendliche Sonneneinstrahlung erwärmt den Boden und setzt eine schwache
thermische Durchmischung der unteren Atmosphäre in Gang. Steigt feuchte Luft
auf, kühlt sie ab und der enthaltene Wasserdampf kondensiert. Gleichmäßiger
Wind kann diese Auf- und Abwindbereiche parallel zur Strömungsrichtung
ordnen, sodass hintereinanderliegende Wolkenreihen entstehen.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Das Wolkenbild spricht zunächst für
stabiles bis leicht wechselhaftes, überwiegend trockenes Wetter.
Die flachen Wolken zeigen zwar eine gewisse Durchmischung der unteren
Luftschichten, besitzen aber kaum vertikale Energie.
Bleiben die Wolken flach, ist weiterhin mit freundlichem und trockenem
Wetter zu rechnen.
Die reihenförmige Anordnung deutet auf eine gleichmäßige Luftströmung in
der unteren Atmosphäre hin.
Wachsen einzelne Wolken im Laufe des Vormittags deutlich in die Höhe,
könnte die Schauerneigung später zunehmen.
Eine unmittelbare Gewitter- oder Regenentwicklung ist auf der Aufnahme
nicht erkennbar.
Wolkenanalyse: auflösende Cumulusreste über Graz
📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen
Auf der Aufnahme ist überwiegend wolkenfreier Himmel zu sehen. Die kleine,
unregelmäßig geformte Wolke in der Bildmitte gehört wahrscheinlich zur Gattung
Cumulus. Aufgrund ihrer ausgefransten und nur schwach
ausgeprägten Form lässt sie sich näher als Cumulus fractus, also als
Bruch- oder Wolkenfetzen, einordnen.
Am rechten Bildrand ist außerdem ein Teil einer kompakteren, flachen
Cumuluswolke sichtbar. Insgesamt besitzen die Wolken nur eine geringe
vertikale Ausdehnung. Mächtige Quellungen oder geschlossene Wolkenschichten
sind nicht erkennbar.
Wie entstehen solche Wolkenreste?
Cumulus fractus kann entstehen, wenn sich kleine Quellwolken neu bilden oder
bereits vorhandene Cumuluswolken wieder auflösen. Dabei verdunstet ein Teil
der Wolkentröpfchen in trockenerer Umgebungsluft, wodurch die Wolke ihre
klare Begrenzung verliert und zunehmend zerfasert.
Die geringe Wolkenmenge und die schwache Entwicklung zeigen, dass die
aufsteigenden Luftbewegungen zum Aufnahmezeitpunkt nur wenig ausgeprägt sind.
Entweder ist die Luft relativ trocken oder eine stabilere Schicht begrenzt das
weitere Höhenwachstum.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Das Wolkenbild spricht zunächst für stabiles, sonniges und
überwiegend trockenes Wetter. Die kleine, sich offenbar auflösende
Wolke ist kein Hinweis auf eine bevorstehende Wetterverschlechterung.
Lösen sich die Wolkenreste weiter auf, bleibt es voraussichtlich sonnig und trocken.
Entstehen im Laufe des Vormittags nur einzelne flache Cumuluswolken, bleibt
die Schauerneigung gering.
Erst ein deutliches Anwachsen neuer Quellwolken würde auf zunehmende
Instabilität und mögliche spätere Schauer hinweisen.
Wolkenanalyse: flache Cumuluswolken in einer Wolkenstraße
📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen
Auf der Aufnahme ist eine Reihe kleiner, flacher
Cumuluswolken zu erkennen. Aufgrund ihrer geringen
Höhenentwicklung handelt es sich wahrscheinlich um
Cumulus humilis, also typische flache Schönwetterwolken.
Auffällig ist ihre annähernd linienförmige Anordnung. Eine solche Struktur
wird als Wolkenstraße bezeichnet. Dabei entstehen die
Wolken entlang länglicher Bereiche aufsteigender Luft, während die Luft
zwischen diesen Reihen wieder absinkt.
Da die Wolken aus großer Entfernung aufgenommen wurden und teilweise
ineinander übergehen, ist auch ein Übergang zu lockerem
Stratocumulus denkbar. Die geringe vertikale Ausdehnung
bleibt jedoch das entscheidende Merkmal.
Wie entstehen diese Wolken?
Die morgendliche Sonneneinstrahlung erwärmt den Boden und setzt eine schwache
thermische Durchmischung der unteren Atmosphäre in Gang. Steigt feuchte Luft
auf, kühlt sie ab und der enthaltene Wasserdampf kondensiert. Gleichmäßiger
Wind kann diese Auf- und Abwindbereiche parallel zur Strömungsrichtung
ordnen, sodass hintereinanderliegende Wolkenreihen entstehen.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Das Wolkenbild spricht zunächst für
stabiles bis leicht wechselhaftes, überwiegend trockenes Wetter.
Die flachen Wolken zeigen zwar eine gewisse Durchmischung der unteren
Luftschichten, besitzen aber kaum vertikale Energie.
Bleiben die Wolken flach, ist weiterhin mit freundlichem und trockenem
Wetter zu rechnen.
Die reihenförmige Anordnung deutet auf eine gleichmäßige Luftströmung in
der unteren Atmosphäre hin.
Wachsen einzelne Wolken im Laufe des Vormittags deutlich in die Höhe,
könnte die Schauerneigung später zunehmen.
Eine unmittelbare Gewitter- oder Regenentwicklung ist auf der Aufnahme
nicht erkennbar.
Wolkenanalyse: flache Quellwolken über Graz
📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen
Auf den Aufnahmen sind überwiegend Cumuluswolken zu sehen.
Aufgrund ihrer geringen vertikalen Ausdehnung lassen sie sich genauer als
Cumulus humilis einordnen – umgangssprachlich auch als
Schönwetterwolken bezeichnet.
Charakteristisch sind die relativ flachen, dunkleren Wolkenbasen und die
hellen, nur schwach aufgewölbten Oberseiten. Die einzelnen Wolken sind klar
voneinander getrennt und lassen große Bereiche blauen Himmels frei. Am
westlichen Horizont gehen einige Wolken stellenweise in ein lockeres,
flächigeres Wolkenband über; dort ist ein Übergang zu
Stratocumulus möglich.
Wie entstehen diese Wolken?
Cumuluswolken bilden sich, wenn sich der Boden erwärmt und dadurch einzelne
Luftpakete aufsteigen. Beim Aufstieg kühlt die Luft ab, der enthaltene
Wasserdampf kondensiert und wird als Wolke sichtbar. Die geringe Höhe der
Wolken zeigt, dass die Aufwärtsbewegung zum Aufnahmezeitpunkt noch schwach
oder durch eine stabilere Luftschicht begrenzt ist.
Da die Wolken bereits am frühen Morgen vorhanden sind, können sie teilweise
auch aus Restfeuchtigkeit der Nacht oder aus einer bereits einsetzenden
morgendlichen Durchmischung der unteren Atmosphäre entstanden sein.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Das Wolkenbild spricht zunächst für freundliches und überwiegend
trockenes Wetter. Die gute Sicht, die intensive Blaufärbung des
Himmels und die geringe Wolkenmächtigkeit liefern keinen Hinweis auf
unmittelbar bevorstehenden Regen oder ein Gewitter.
Bleiben die Wolken flach und locker verteilt, ist weiterhin mit sonnigem
und trockenem Wetter zu rechnen.
Lösen sie sich im Laufe des Vormittags auf, deutet dies auf eine zunehmend
stabile oder trockene Luftmasse hin.
Wachsen sie bis Mittag deutlich stärker in die Höhe, nimmt die
Schauerneigung zu.
Für eine Gewitterentwicklung müssten sich später wesentlich mächtigere,
turmartige Quellwolken bilden.
📍 Ort: Graz
🕣 Uhrzeit: etwa 08:30 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen
Auf den Bildern ist eine großflächige, tief liegende und stark strukturierte
Wolkendecke zu sehen. Am ehesten handelt es sich um
Stratocumulus, also tiefe Schichtquellwolken. Diese bestehen
häufig aus zusammengewachsenen, rundlichen oder walzenförmigen Wolkenteilen,
zwischen denen kaum noch blauer Himmel sichtbar ist.
Die Unterseite der Wolkendecke wirkt auffallend unruhig, gewellt und stellenweise
zerfurcht. Einzelne Bereiche erinnern daher an die Erscheinungsformen
undulatus beziehungsweise asperitas. Eine eindeutige
Bestimmung dieser Unterformen ist anhand einzelner Bodenaufnahmen jedoch nicht
immer möglich. Für die grundlegende Einordnung genügt daher die Bezeichnung
Stratocumulus.
Entstehung und meteorologische Bedeutung
Stratocumulus entsteht meist in einer feuchten Luftschicht der unteren
Atmosphäre. Die Luft wird dabei durch Wind, Geländeeinflüsse oder schwache
Aufwärtsbewegungen durchmischt, kann aber aufgrund einer stabileren Luftschicht
darüber nicht ungehindert weiter aufsteigen. Dadurch breiten sich die Wolken
eher horizontal aus, anstatt zu hochreichenden Gewitterwolken anzuwachsen.
Die dunklen Bereiche zeigen vor allem, dass die Wolkendecke dort besonders
dicht oder mächtig ist. Sie sind für sich genommen noch kein Beweis für ein
bevorstehendes Gewitter. Auf den Bildern sind weder ein typischer
Cumulonimbus mit Amboss noch eine klar ausgeprägte
Böenwalze zu erkennen.
Mögliche Wetterentwicklung
Eine solche Wolkendecke deutet auf feuchte und eher wechselhafte Verhältnisse
hin. Sie kann im Bereich einer schwachen Front, an der Rückseite eines
Niederschlagsgebiets oder als Restbewölkung nächtlicher Schauer auftreten.
Kurzfristig sind daher folgende Entwicklungen möglich:
anhaltend stark bewölkter oder bedeckter Himmel,
vereinzelt leichter Regen oder kurze Schauer,
zeitweise auffrischender oder böiger Wind,
spätere Auflockerungen, falls die Wolkendecke dünner wird und aufbricht.
Verdichten sich die Wolken weiter, sinkt ihre Untergrenze ab oder bilden sich
deutlich dunklere Niederschlagsstreifen, nimmt die Wahrscheinlichkeit von Regen
oder Schauern zu. Werden die Wolken dagegen heller und entstehen größere Lücken,
spricht das eher für eine allmähliche Wetterberuhigung.
Wolkenanalyse: lockerer Stratocumulus über Graz
📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen
Auf der Aufnahme ist überwiegend Stratocumulus zu erkennen.
Dabei handelt es sich um tiefe Schichtquellwolken, die aus größeren, rundlichen
Wolkenelementen bestehen und sich teilweise zu länglichen Bänken verbinden.
Zwischen den einzelnen Wolkenfeldern bleiben größere Bereiche blauen Himmels
sichtbar.
Im Unterschied zu typischen Cumuluswolken besitzen diese Wolken nur eine geringe
vertikale Ausdehnung. Ihre Oberseiten wirken abgeflacht und breitgezogen, während
die Unterseiten stellenweise dunkler erscheinen. Das deutet darauf hin, dass die
aufsteigenden Luftbewegungen durch eine stabilere Luftschicht begrenzt werden.
Wie entstehen diese Wolken?
Stratocumulus bildet sich häufig in einer feuchten unteren Luftschicht, die durch
Wind und schwache Aufwärtsbewegungen durchmischt wird. Die Luft steigt dabei nur
begrenzt auf und breitet sich anschließend horizontal aus. Die Wolken können auch
aus flachen Cumuluswolken hervorgehen, die seitlich zusammenwachsen.
Dass die Wolken bereits am frühen Morgen vorhanden sind, spricht für eine
Restfeuchtigkeit aus der Nacht oder für eine feuchte Luftschicht, die über dem
Grazer Becken beziehungsweise dem westlich gelegenen Berg- und Hügelland liegt.
Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?
Das Wolkenbild deutet zunächst auf ruhiges und überwiegend trockenes
Wetter hin. Die geringe Wolkenmächtigkeit und die großen blauen
Himmelsbereiche sprechen weder für unmittelbar bevorstehenden Regen noch für
eine Gewitterentwicklung.
Lockert sich die Bewölkung weiter auf, ist im Laufe des Vormittags mit
zunehmend sonnigem Wetter zu rechnen.
Bleiben die Wolken flach, deutet dies auf eine stabile Schichtung und eine
geringe Schauerneigung hin.
Verdichten sich die Wolken zu einer geschlosseneren Decke, kann es zeitweise
stärker bewölkt werden; nennenswerter Niederschlag ist daraus jedoch meist
nicht zu erwarten.
Erst ein späteres deutliches Höhenwachstum einzelner Quellwolken würde auf
zunehmende Instabilität und mögliche Schauer hindeuten.