📍 Ort: Graz
🕔 Uhrzeit: etwa 17:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Norden

Auf den Bildern sind einzelne, auffallend glatte und linsenförmige Wolken zu erkennen. Am wahrscheinlichsten handelt es sich um Altocumulus. Aufgrund ihrer charakteristischen Form ist hier auch die Unterform von Bedeutung: Die Wolken lassen sich als Altocumulus lenticularis, also linsenförmige mittelhohe Wolken, einordnen.

Besonders markant ist die scheinbar übereinandergeschichtete Struktur der größeren Wolke. Solche Wolken werden wegen ihres glatten, länglichen Aussehens gelegentlich mit fliegenden Untertassen verglichen. Anders als gewöhnliche Quellwolken wachsen sie nicht sichtbar nach oben, sondern bleiben relativ ortsfest, während die Luft durch sie hindurchströmt.

Wie entstehen diese Wolken?

Linsenwolken bilden sich häufig im Bereich von Gebirgen und Hügellandschaften. Strömt ausreichend feuchte und stabil geschichtete Luft über ein Hindernis, kann sie dahinter in wellenförmige Bewegungen geraten. Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab und Wasserdampf kondensiert; beim anschließenden Absinken löst sich die Wolke wieder auf. Dadurch entsteht eine scheinbar unbewegliche Wolke an einer bestimmten Stelle der atmosphärischen Welle.

Der Blick nach Norden in Richtung des Grazer Berglandes macht eine solche orografisch beeinflusste Entstehung plausibel. Aus einem einzelnen Foto lässt sich allerdings nicht sicher feststellen, über welchem konkreten Geländehindernis die Luftströmung angeregt wurde.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Altocumulus lenticularis ist in erster Linie ein Hinweis auf kräftigere und relativ gleichmäßige Luftströmungen in der Höhe. Die Wolken selbst sind normalerweise kein unmittelbarer Vorbote von Regen oder Gewittern. Der überwiegend blaue Himmel und das Fehlen mächtiger Quellwolken sprechen zum Zeitpunkt der Aufnahme vielmehr für ruhiges und weitgehend trockenes Wetter.

Gegenüber den stärker ausgeprägten Cumuluswolken um die Mittagszeit hat die Quellwolkenbildung bis 17:00 Uhr deutlich nachgelassen. Das deutet darauf hin, dass die Luft trockener oder stabiler geworden ist und die zuvor vorhandene Konvektion weitgehend zusammengebrochen ist.

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Wolkenanalyse: Cirruswolken über Graz

📍 Ort: Graz
🕐 Uhrzeit: etwa 13:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen

Auf den Aufnahmen dominieren feine, faserige Cirruswolken. Dabei handelt es sich um sehr hohe Wolken, die überwiegend aus Eiskristallen bestehen. Sie erscheinen durchsichtig, federartig und teilweise zu langen, geschwungenen Bändern ausgezogen.

Einige Strukturen lassen sich genauer als Cirrus fibratus einordnen. Diese Unterform besteht aus langen, feinen Wolkenfasern ohne deutlich ausgeprägte Haken oder Verdickungen. Stellenweise sind jedoch auch leicht gebogene oder hakenförmige Enden erkennbar, die an Cirrus uncinus erinnern.

Die nahezu gerade, längliche Wolkenspur auf der zweiten Aufnahme könnte außerdem aus einem älteren Flugzeugkondensstreifen hervorgegangen sein. Solche Kondensstreifen können sich bei ausreichend feuchter Höhenluft verbreitern und schließlich kaum noch von natürlichen Cirruswolken unterscheiden.

Wie entstehen Cirruswolken?

Cirruswolken bilden sich in großen Höhen, häufig oberhalb von acht Kilometern. Dort herrschen sehr niedrige Temperaturen, weshalb die Wolken nicht aus Wassertröpfchen, sondern hauptsächlich aus Eiskristallen bestehen. Starke Höhenwinde ziehen diese Kristalle zu langen Fasern und Schleiern auseinander.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Einzelne Cirruswolken sind zunächst kein verlässliches Zeichen für eine unmittelbar bevorstehende Wetterverschlechterung. Sie können bei stabilem Wetter auftreten oder aus weit entfernten Wolkensystemen herangeweht werden. Entscheidend ist daher ihre weitere Entwicklung.

Begleitende Cumuluswolken

Zuordnung: Die kompakten, weißen Wolken am oberen und unteren Bildrand.

Neben den hohen Cirruswolken sind einzelne tiefere Cumuluswolken erkennbar. Sie besitzen deutlich dichtere, bauschige Strukturen und entstehen durch aufsteigende Warmluft in den unteren Schichten der Atmosphäre.

Ihre Höhenentwicklung wirkt zum Zeitpunkt der Aufnahme mäßig. Aus den sichtbaren Wolken lässt sich daher noch keine ausgeprägte Schauer- oder Gewitterentwicklung ableiten. Erst ein rasches turmartiges Anwachsen würde auf zunehmende Instabilität hindeuten.

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Wolkenanalyse: Cumuluswolken über Graz

📍 Ort: Graz
🕛 Uhrzeit: etwa 12:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen

Auf den Bildern sind überwiegend Cumuluswolken zu erkennen. Dabei handelt es sich um typische Quellwolken mit relativ flacher, dunklerer Unterseite und hellen, bauschigen Oberseiten. Einige Wolken zeigen bereits eine mäßige Höhenentwicklung und können genauer als Cumulus mediocris eingeordnet werden.

Die Wolken entstehen durch aufsteigende Warmluft. Der Boden wird von der Sonne erwärmt, wodurch sich einzelne Luftpakete lösen und nach oben steigen. Beim Abkühlen kondensiert der enthaltene Wasserdampf und bildet die sichtbaren Quellwolken. Die deutlich voneinander getrennten Wolken und die großen blauen Himmelsbereiche zeigen, dass noch keine geschlossene Wolkendecke vorhanden ist.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Solche Cumuluswolken sind zunächst ein Zeichen für eine gewöhnliche tageszeitliche Konvektion. Sie deuten darauf hin, dass die Atmosphäre zumindest in den unteren Luftschichten ausreichend feucht und instabil ist, damit Warmluft aufsteigen kann.

Da der Blick nach Westen und damit in Richtung der westlich von Graz gelegenen Berg- und Hügellandschaften gerichtet ist, sollte besonders auf eine weitere Höhenentwicklung der dortigen Wolken geachtet werden. Das Gelände kann aufsteigende Luftbewegungen zusätzlich verstärken und die Bildung kräftigerer Quellwolken begünstigen.

Wolkenanalyse: kräftige Quellwolke über Graz

📍 Ort: Graz
🕔 Uhrzeit: etwa 17:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Norden

Auf dem Bild ist eine ausgedehnte Cumuluswolke mit dunkler, vergleichsweise ebener Unterseite und deutlich aufquellenden, helleren Oberseiten zu erkennen. Die stärkere vertikale Entwicklung ist meteorologisch relevant: Die Wolke befindet sich wahrscheinlich im Übergang zu einem Cumulus congestus, einer mächtigen Quellwolke.

Solche Wolken entstehen, wenn warme und feuchte Luft kräftig aufsteigt. Beim Aufstieg kühlt sie ab, Wasserdampf kondensiert und die Wolke wächst zunehmend in die Höhe. Die dunkle Unterseite entsteht vor allem durch die größere Mächtigkeit der Wolke, durch die nur noch wenig Sonnenlicht dringt.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Die kräftige Quellwolkenbildung zeigt, dass die Atmosphäre am späten Nachmittag noch ausreichend feucht und instabil ist. Damit ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Aus einer solchen Wolke können sich örtlich Schauer bilden; bei weiterem starkem Höhenwachstum ist auch der Übergang zu einer Gewitterwolke möglich.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist noch kein deutlich ausgeprägter Amboss zu erkennen. Die Wolke kann daher nicht sicher als ausgewachsener Cumulonimbus bezeichnet werden. Sie stellt jedoch eine wesentlich aktivere Wolkenentwicklung dar als die zuvor sichtbaren linsenförmigen Altocumuluswolken.

Worauf sollte weiter geachtet werden?

Entscheidend ist, ob die Wolke rasch weiter in die Höhe wächst. Scharf abgegrenzte, immer neue türmende Oberseiten sprechen für anhaltenden starken Aufwind. Wird die Oberseite dagegen unscharf, faserig oder breitet sie sich seitlich zu einem Amboss aus, hat sich wahrscheinlich eine Gewitterwolke entwickelt.

Wolkenanalyse: flache Cumuluswolken in einer Wolkenstraße

📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen

Auf der Aufnahme ist eine Reihe kleiner, flacher Cumuluswolken zu erkennen. Aufgrund ihrer geringen Höhenentwicklung handelt es sich wahrscheinlich um Cumulus humilis, also typische flache Schönwetterwolken.

Auffällig ist ihre annähernd linienförmige Anordnung. Eine solche Struktur wird als Wolkenstraße bezeichnet. Dabei entstehen die Wolken entlang länglicher Bereiche aufsteigender Luft, während die Luft zwischen diesen Reihen wieder absinkt.

Da die Wolken aus großer Entfernung aufgenommen wurden und teilweise ineinander übergehen, ist auch ein Übergang zu lockerem Stratocumulus denkbar. Die geringe vertikale Ausdehnung bleibt jedoch das entscheidende Merkmal.

Wie entstehen diese Wolken?

Die morgendliche Sonneneinstrahlung erwärmt den Boden und setzt eine schwache thermische Durchmischung der unteren Atmosphäre in Gang. Steigt feuchte Luft auf, kühlt sie ab und der enthaltene Wasserdampf kondensiert. Gleichmäßiger Wind kann diese Auf- und Abwindbereiche parallel zur Strömungsrichtung ordnen, sodass hintereinanderliegende Wolkenreihen entstehen.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Das Wolkenbild spricht zunächst für stabiles bis leicht wechselhaftes, überwiegend trockenes Wetter. Die flachen Wolken zeigen zwar eine gewisse Durchmischung der unteren Luftschichten, besitzen aber kaum vertikale Energie.

Wolkenanalyse: auflösende Cumulusreste über Graz

📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen

Auf der Aufnahme ist überwiegend wolkenfreier Himmel zu sehen. Die kleine, unregelmäßig geformte Wolke in der Bildmitte gehört wahrscheinlich zur Gattung Cumulus. Aufgrund ihrer ausgefransten und nur schwach ausgeprägten Form lässt sie sich näher als Cumulus fractus, also als Bruch- oder Wolkenfetzen, einordnen.

Am rechten Bildrand ist außerdem ein Teil einer kompakteren, flachen Cumuluswolke sichtbar. Insgesamt besitzen die Wolken nur eine geringe vertikale Ausdehnung. Mächtige Quellungen oder geschlossene Wolkenschichten sind nicht erkennbar.

Wie entstehen solche Wolkenreste?

Cumulus fractus kann entstehen, wenn sich kleine Quellwolken neu bilden oder bereits vorhandene Cumuluswolken wieder auflösen. Dabei verdunstet ein Teil der Wolkentröpfchen in trockenerer Umgebungsluft, wodurch die Wolke ihre klare Begrenzung verliert und zunehmend zerfasert.

Die geringe Wolkenmenge und die schwache Entwicklung zeigen, dass die aufsteigenden Luftbewegungen zum Aufnahmezeitpunkt nur wenig ausgeprägt sind. Entweder ist die Luft relativ trocken oder eine stabilere Schicht begrenzt das weitere Höhenwachstum.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Das Wolkenbild spricht zunächst für stabiles, sonniges und überwiegend trockenes Wetter. Die kleine, sich offenbar auflösende Wolke ist kein Hinweis auf eine bevorstehende Wetterverschlechterung.

Wolkenanalyse: flache Cumuluswolken in einer Wolkenstraße

📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen

Auf der Aufnahme ist eine Reihe kleiner, flacher Cumuluswolken zu erkennen. Aufgrund ihrer geringen Höhenentwicklung handelt es sich wahrscheinlich um Cumulus humilis, also typische flache Schönwetterwolken.

Auffällig ist ihre annähernd linienförmige Anordnung. Eine solche Struktur wird als Wolkenstraße bezeichnet. Dabei entstehen die Wolken entlang länglicher Bereiche aufsteigender Luft, während die Luft zwischen diesen Reihen wieder absinkt.

Da die Wolken aus großer Entfernung aufgenommen wurden und teilweise ineinander übergehen, ist auch ein Übergang zu lockerem Stratocumulus denkbar. Die geringe vertikale Ausdehnung bleibt jedoch das entscheidende Merkmal.

Wie entstehen diese Wolken?

Die morgendliche Sonneneinstrahlung erwärmt den Boden und setzt eine schwache thermische Durchmischung der unteren Atmosphäre in Gang. Steigt feuchte Luft auf, kühlt sie ab und der enthaltene Wasserdampf kondensiert. Gleichmäßiger Wind kann diese Auf- und Abwindbereiche parallel zur Strömungsrichtung ordnen, sodass hintereinanderliegende Wolkenreihen entstehen.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Das Wolkenbild spricht zunächst für stabiles bis leicht wechselhaftes, überwiegend trockenes Wetter. Die flachen Wolken zeigen zwar eine gewisse Durchmischung der unteren Luftschichten, besitzen aber kaum vertikale Energie.

Wolkenanalyse: flache Quellwolken über Graz

📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen

Auf den Aufnahmen sind überwiegend Cumuluswolken zu sehen. Aufgrund ihrer geringen vertikalen Ausdehnung lassen sie sich genauer als Cumulus humilis einordnen – umgangssprachlich auch als Schönwetterwolken bezeichnet.

Charakteristisch sind die relativ flachen, dunkleren Wolkenbasen und die hellen, nur schwach aufgewölbten Oberseiten. Die einzelnen Wolken sind klar voneinander getrennt und lassen große Bereiche blauen Himmels frei. Am westlichen Horizont gehen einige Wolken stellenweise in ein lockeres, flächigeres Wolkenband über; dort ist ein Übergang zu Stratocumulus möglich.

Wie entstehen diese Wolken?

Cumuluswolken bilden sich, wenn sich der Boden erwärmt und dadurch einzelne Luftpakete aufsteigen. Beim Aufstieg kühlt die Luft ab, der enthaltene Wasserdampf kondensiert und wird als Wolke sichtbar. Die geringe Höhe der Wolken zeigt, dass die Aufwärtsbewegung zum Aufnahmezeitpunkt noch schwach oder durch eine stabilere Luftschicht begrenzt ist.

Da die Wolken bereits am frühen Morgen vorhanden sind, können sie teilweise auch aus Restfeuchtigkeit der Nacht oder aus einer bereits einsetzenden morgendlichen Durchmischung der unteren Atmosphäre entstanden sein.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Das Wolkenbild spricht zunächst für freundliches und überwiegend trockenes Wetter. Die gute Sicht, die intensive Blaufärbung des Himmels und die geringe Wolkenmächtigkeit liefern keinen Hinweis auf unmittelbar bevorstehenden Regen oder ein Gewitter.

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Wolkenanalyse: dichter Stratocumulus über Graz

📍 Ort: Graz
🕣 Uhrzeit: etwa 08:30 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen

Auf den Bildern ist eine großflächige, tief liegende und stark strukturierte Wolkendecke zu sehen. Am ehesten handelt es sich um Stratocumulus, also tiefe Schichtquellwolken. Diese bestehen häufig aus zusammengewachsenen, rundlichen oder walzenförmigen Wolkenteilen, zwischen denen kaum noch blauer Himmel sichtbar ist.

Die Unterseite der Wolkendecke wirkt auffallend unruhig, gewellt und stellenweise zerfurcht. Einzelne Bereiche erinnern daher an die Erscheinungsformen undulatus beziehungsweise asperitas. Eine eindeutige Bestimmung dieser Unterformen ist anhand einzelner Bodenaufnahmen jedoch nicht immer möglich. Für die grundlegende Einordnung genügt daher die Bezeichnung Stratocumulus.

Entstehung und meteorologische Bedeutung

Stratocumulus entsteht meist in einer feuchten Luftschicht der unteren Atmosphäre. Die Luft wird dabei durch Wind, Geländeeinflüsse oder schwache Aufwärtsbewegungen durchmischt, kann aber aufgrund einer stabileren Luftschicht darüber nicht ungehindert weiter aufsteigen. Dadurch breiten sich die Wolken eher horizontal aus, anstatt zu hochreichenden Gewitterwolken anzuwachsen.

Die dunklen Bereiche zeigen vor allem, dass die Wolkendecke dort besonders dicht oder mächtig ist. Sie sind für sich genommen noch kein Beweis für ein bevorstehendes Gewitter. Auf den Bildern sind weder ein typischer Cumulonimbus mit Amboss noch eine klar ausgeprägte Böenwalze zu erkennen.

Mögliche Wetterentwicklung

Eine solche Wolkendecke deutet auf feuchte und eher wechselhafte Verhältnisse hin. Sie kann im Bereich einer schwachen Front, an der Rückseite eines Niederschlagsgebiets oder als Restbewölkung nächtlicher Schauer auftreten. Kurzfristig sind daher folgende Entwicklungen möglich:

Verdichten sich die Wolken weiter, sinkt ihre Untergrenze ab oder bilden sich deutlich dunklere Niederschlagsstreifen, nimmt die Wahrscheinlichkeit von Regen oder Schauern zu. Werden die Wolken dagegen heller und entstehen größere Lücken, spricht das eher für eine allmähliche Wetterberuhigung.

Wolkenanalyse: lockerer Stratocumulus über Graz

📍 Ort: Graz
🕗 Uhrzeit: etwa 08:00 Uhr
🧭 Blickrichtung: Westen

Auf der Aufnahme ist überwiegend Stratocumulus zu erkennen. Dabei handelt es sich um tiefe Schichtquellwolken, die aus größeren, rundlichen Wolkenelementen bestehen und sich teilweise zu länglichen Bänken verbinden. Zwischen den einzelnen Wolkenfeldern bleiben größere Bereiche blauen Himmels sichtbar.

Im Unterschied zu typischen Cumuluswolken besitzen diese Wolken nur eine geringe vertikale Ausdehnung. Ihre Oberseiten wirken abgeflacht und breitgezogen, während die Unterseiten stellenweise dunkler erscheinen. Das deutet darauf hin, dass die aufsteigenden Luftbewegungen durch eine stabilere Luftschicht begrenzt werden.

Wie entstehen diese Wolken?

Stratocumulus bildet sich häufig in einer feuchten unteren Luftschicht, die durch Wind und schwache Aufwärtsbewegungen durchmischt wird. Die Luft steigt dabei nur begrenzt auf und breitet sich anschließend horizontal aus. Die Wolken können auch aus flachen Cumuluswolken hervorgehen, die seitlich zusammenwachsen.

Dass die Wolken bereits am frühen Morgen vorhanden sind, spricht für eine Restfeuchtigkeit aus der Nacht oder für eine feuchte Luftschicht, die über dem Grazer Becken beziehungsweise dem westlich gelegenen Berg- und Hügelland liegt.

Welche Wetterentwicklung lässt sich daraus ableiten?

Das Wolkenbild deutet zunächst auf ruhiges und überwiegend trockenes Wetter hin. Die geringe Wolkenmächtigkeit und die großen blauen Himmelsbereiche sprechen weder für unmittelbar bevorstehenden Regen noch für eine Gewitterentwicklung.


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